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Start Polen Województwo Dolnośląskie Kriegsgefangenenlager STALAG VIII A in Zgorzelec-Ujazd (Görlitz-Moys)

Kriegsgefangenenlager STALAG VIII A in Zgorzelec-Ujazd (Görlitz-Moys)

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Am 23. SeptemGedenkstele und -tafel am Ort des ehemaligen Kriegsgefangenenlager  STALAG VIII Aber 1939 wurde auf dem Jäckelsberg in Görlitz-Moys, heute Zgorzelec-Ujazd, aus dem ehemaligen Durchgangslager (Dulag) das Lager für kriegsgefangene Unteroffiziere und Schützen gebildet. Schon zu diesem Zeitpunkt waren im Lager mehr als 10.000 Kriegsgefangene. Die ca. 120.000 Kriegsgefangenen, die während des Zweiten Weltkrieges im Lager gefangen waren, kamen u.a. aus Frankreich, Polen, Jugoslawien, Belgien, USA, Sowjetunion, Italien und England. Im Stadtgebiet von Görlitz gab es noch mehrere, dem STALAG VIII A untergeordnete, Kriegsgefangenenlager. Die Inhaftierten waren gezwungen in Industriebetrieben und umliegenden Bauernhöfen zu arbeiten.

Am 01. September 1941 war das Lager mit 47.328 Gefangenen belegt. Eine große Anzahl Kriegsgefangene wurden vom Lagerpersonal bestialisch ermordet oder sind in Folge von Krankheiten und Hunger gestorben.

Der französische Komponist Oliver Messiaen, der 1940 zum französischen Militärdienst einberufen wurde, vollendete im STALAG VII A als Kriegsgefangener das "Quartett auf das Ende der Zeit" ("Quatuor pour la fin du temps") und führte es mit Hilfe von Jean Le Bouaire (Violine), Henri Akoka (Klarinette), Etienne Pascquier (Cello) und Oliver Messiaen am Klavier am 15. Januar 1941 zum ersten Mal auf.

Heute erinnert ein Gedenkstein und mehrere Informationstafeln an das Kriegsgefangenenlager STALAG VIII A. In der Nähe des Lagers befindet sich ein Friedhof mit den Gräbern im Lager umgekommener sowjetischer Soldaten.