Willy Dörner wurde am 10. 8 1887 in Pirna geboren; sein Vater war Steinmetz. Von 1894-1902 besuchte er die jetzige Schillerschule. Danach erlernte er das Schmiedehandwerk in Oberpoyritz. Von 1906 bis 1909 war der Schmiedegeselle in Dresden-Niedersedlitz und ab 1909 Ankerwickler im dortigen Sachsenwerk. 1940 zog er nach Graupa. Willy Dörner war parteilos. Dennoch kämpfte er konsequent gegen Krieg und Faschismus. In seiner Arbeitsstelle, dem Sachsenwerk Niedersedlitz, das Kriegsproduktion fertigte, provozierte er Maschinenausfälle, verbreitete die wahren Nachrichten, die er zu Hause von ausländischen Sendern abgehört hatte, und versorgte sowjetische und pol-nische Fremdarbeiter mit Lebensmitteln. Er wurde denunziert und 1941 verhaftet. Das Sondergericht für das Land Sachsen verurteilte ihn zu einer dreijährigen Zuchthausstrafe, die er in Waldheim verbüßte. Danach kam er sofort, ohne seine Familie wiedergesehen zu haben, in ein "Umschulungslager" der SS in Radeberg. Am 3. März 1945 ist Willy Dörner in diesem Lager verstorben.
Quelle: Ehrenmale, Gedenkstätten, Erinnerungsstätten und Mahnstätten der Arbeiterbewegung und des antifaschistischen Widerstandskampfes im Kreis Pirna, 2. Auflage, 1984
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