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Start Deutschland Lkr. Sächsische Schweiz/Osterzgebirge "Schwalbe III" in Porschdorf - ehemaliges Außenlager des KZ Flossenbürg

"Schwalbe III" in Porschdorf - ehemaliges Außenlager des KZ Flossenbürg

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Fundamentreste im Polenztal, 2007. Die Fundamente sollten dem Aufbau von Generatoren dienen. Quelle: www.gedenkstaette-flossenbuerg.deVon 03. Februar bis Mitte April 1945 bestand in Porschdorf ein Außenlager des KZ Flossenbürg. Genau wie das Lager in Pirna-Zatschke unterstand es dem Geilenberg-Stab. Rund 250 Männer waren dort gefangen - darunter 180 Italiener und Menschen aus 10 weiteren Ländern. Sie waren in einem Gebäude im stillgelegten Sandsteinbruch untergebracht und bauten hauptsächlich Stollen für die Untertage-Verlagerung des Geilenberg-Stabes. Noch heute sind die Fundamentreste im Polenztal zu sehen. Die Häftlinge mussten täglich mehrere Kilometer zu den Orten laufen, an dem sie zu Zwangsarbeit gezwungen wurden.

Auf der Homepage der Gedenkstätte Flossenbürg berichten die Autoren: "In den Flossenbürger Nummernbüchern sind neun Todesopfer vermerkt. Weitere fünf Italiener sind auf dem Friedhof in Porschdorf beigesetzt."

Was aus dem Kommandoführer - des so genannten Lagers "Schwalbe III" - Gustav Göttling geworden ist, ist bisher nicht bekannt. Der SS-Hauptscharführer Göttling war gleichzeitig als Kommandant im Lager Brüx/Seestadtl (heute Tschechien) eingesetzt und bestritt die Kommandoführung in Poschdorf nach dem Krieg. Als das Porschdorfer Lager im April evakuiert wurde, mussten die Häftlinge auf einen Evakuierungsmarsch ins Erzgebirge, auf dem sie am 09. Mai 1945 bei Oelsen von der Roten Armee befreit wurden. Mit 250 Personen war das Lager in Porschdorf eines der Größeren in der Sächsischen Schweiz. Bis heute gibt es leider keine Gedenkhinweise zum Lager.



Quellen: Gedenkstätte Flossenbürg und Benz-Distel: Der Ort des Terrors, Band 4